Bachelor-Struktur

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Das Bachelor-Studium gliedert sich in drei Abschnitte

1. Grundlagen (Pflichtmodule der ersten drei Semester)

Am Anfang des Studiums wird durch die Grundlagenmodule im Bereich Mathematik, Informatik und technische Informatik sowie verteilte Systeme und Software Engineering das Fundament der Informatik-Ausbildung gelegt und für den weiteren Verlauf des Studiums vorbereitet. Nach dem ersten Studienjahr sollen die Studierenden das Programmieren als Kernkompetenz erworben haben sowie über erstes Grundlagenwissen in den Bereichen Algorithmenentwicklung, Hardware von IT-Systemen und Architekturen von verteilten Systemen verfügen. Zudem erwerben die Studierenden in den Mathematikmodulen des ersten Studienjahres neben konzeptionellen mathematischen Grundlagen auch Kompetenzen im Umgang mit mathematischer Software.

Die drei Abschnitte des Bachelorstudiums

2. Vertiefung (Pflichtmodule im vierten und Wahlpflichtfächer im fünften Semester)

Auf die Grundlagen der ersten drei Semester folgen Kernbereiche wie Betriebssysteme, Datenbank­systeme, Computernetze und künstliche Intelligenz. Auf dieser Basis können die Studierenden ihr Wissen in der anknüpfenden Vertiefungsphase in den Bereichen formale Verifikation, Informationssysteme, maschinelles Lernen, Data Mining, Web-Engineering, nebenläufige Programmierung, Systemsicherheit, Kryptografie, Quantenalgorithmen oder Informationstheorie vertiefen und sich somit ideal sowohl für ein wissenschaftlich fundiertes Master-Studium als auch für die Arbeitswelt vorbereiten. In diese Phase werden die theoretischen Informatik-Grundlagen vertieft, die Programmier- und Software-Entwurfskompetenzen ausgebaut, Fundamente für die praktische Informatik gelegt und mit wichtigen mathematischen Bausteinen aus der Stochastik für die Bereiche maschinelles Lernen, Data Science, Informationstheorie und Kodierung verknüpft.

3. Abschlussphase im letzten Semester

Die Abschlussphase des Studiums stellen die Bachelorarbeit und die praktische Ausbildung dar. In der Bachelorarbeit realisieren die Studierenden das erste wissenschaftliche Projekt. In der praktischen Ausbildung (z.B. ein Industriepraktikum werden die im Studium erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen zielorientiert und praktisch zur Anwendung gebracht und Unternehmensstrukturen kennengelernt. Das Modul „Praktische Ausbildung“ bereitet optimal auf das Berufsleben vor.


Vom ersten Semester an werden parallel zur Grundlagenausbildung die englischen Sprachkompetenzen der Studierenden geschult. Da bezüglich der englischen Sprachkenntnisse von einer heterogenen Studienanfängergruppe ausgegangen wird, zielt das Pflichtmodul „English for Computer Science“ explizit darauf ab, die Kenntnisse auf ein notwendiges Niveau anzuheben und entsprechend anzupassen. Aus diesem Grund wird im ersten Studienjahr höchstens ein Fachmodul pro Semester auf Englisch angeboten. Im weiteren Verlauf des Studiums werden nicht nur die sprachlichen Kompetenzen, sondern auch die allgemein förderlichen „Soft Skills“ (bspw. Kommunikationsfähigkeit, Präsentationstechniken, Körpersprache, hohes Qualitätsbewusstsein beim Schreiben, Kritikfähigkeit und Lernbereitschaft sowie interkulturelle Kompetenzen) ausgebaut.

Kontinuierlich ab dem ersten Semester, aber insbesondere ab dem vierten Semester, erfolgt die Anwendung der erworbenen theoretischen Kenntnisse im Rahmen von Praxisübungen und Praktika. Die Vertiefung in ausgewählten Bereichen der Informatik erfolgt durch die Wahl der angebotenen Wahlpflichtmodule sowie Vertiefungsseminare und Vertiefungspraktika, die das breite Forschungsfeld des Centers of Computer Science widerspiegeln.

Die letzten zwei Semester können durch die Wahlpflicht- und Wahlmodule sehr flexibel gestaltet werden und lassen den Studieren­den kreativen Raum für eine individuelle Studiengestaltung, z.B. die Integration von einem Auslandssemester.

Durch die Wahlpflichtmodule und die Abschlussarbeit im dritten Studienjahr legen die Studierenden individuelle Schwerpunkte auf die Vertiefungs- oder Anwendungsbereiche der Informatik.